Maßgefertigte Orthopädische Schuhe

Zweck von Orthopädischen Schuhen:

Orthopädische Schuhe dienen als Behandlung gegen erbliche Fehlbildungen, alters-, unfall- und diabetesbedingten Fußproblemen sowie bei X- oder O-Beinen.

Dabei wird auf eine qualitativ hochwertige Versorgung sowie auf geprüfte und schadstofffreie Materialien während der Herstellungsphase geachtet.

 

Herstellung:

Um für die Anfertigung der orthopädischen Schuhe alle Informationen über das Krankheitsbild zu gewinnen, muss zuerst die Statik und Dynamik beurteilt werden. Unumgäglich ist die Kontrolle der Gelenkbeweglichkeit, der Muskelkräfte, der Haut- und Fußformveränderungen sowie die exakte Registrierung von Beinlängendifferenzen. Dazu werden elektronische Ganganalysen zu Hilfe gezogen.

 

1. Leistenanfertigung:

Bei der Leistenehrstellung sind alle beim Maßnehmen gewonnen Abdrücke, Maße, Bilder, Analysewerte sowie die Diagnsoe zur individuellen Anfertigung und Formgestaltung ausschlaggebend. Hier wird unterschieden in eine Erstlieferung, bei der Leisten neu erstellt werden muss, oder einer Nachlieferung, bei der lediglich kontrolliert wird, ob der vorhandene Leisten noch ohne Änderungen genutzt, werden kann. Sollte die Passgenauigkeit nicht mehr gegeben sein, wird der vorhandene Leisten entsprechend umgebaut. Die Leisten der Kunden werden bei uns gelagert und sind über eine eindeutige Kennzeichnung immer dem Kunden zuordenbar.

 

2. Bettungsbau:

Die Fußbettung erfüllt folgende Kriterien:

- Druckverteilung

- Entlastung

- Stützung

- Betten

- Formausgleiche ( z.B. bei Fußteilamputation)

Die Fußbettung wird aus verschiedenen Materialien gefertigt. Bei Anproben wird die Passform der Fußbettung sowie di milimetergenaue Lage der Fußkorrekturen und Entlastungen überprüft.

 

3. Probeschuh:

Der Probeschuh ist ein funktionelles Gehprobenmodell um ein Probegehen über kürzere distanz zu ermöglichen. Durch das durchsichtige Obermaterial können wir Druck- oder Scheuerstellen erkennen sowie die Platzverhältnisse im Schuh beurteilen und vor der eigentlichen Schuhfertigung dementsprechend Änderungen vornehmen.

 

4. Schaftbau:

Der Schaft ist das Obermaterial des Schuhs und spielt eine wesentliche Rolle beim späteren Aussehen der Schuhe. Dazu werden aus hochwertigem Leder die Schaft- bzw. Futterteile ausgestanzt oder ausgeschnitten. Auf mögliche Mängel im Leder wird akribisch geachtet. Teilweise werden auch Angebote von Herstellern bzgl. der Vorfertigung eines Schafts genutzt. Hier können die Kunden anhand von Katalogen sich die für Ihre Versorgung geeigneten Schäfte aussuchen.

 

5. Zwicken:

Die Innensohle wird mittig auf dem Leisten fixiert, schließlich wird der Schaft übergeholt und gezwickt. Nun wird der Schaft stramm über den Leisten geholt und in Form gepresst. Nur wenn der Schaft richtig stramm und faltenfrei sitzt, kann er auch richtig übergeholt werden. Hinterher werden Schaft und Futter, Stück für Stück, mit kleinen Metallklämmerchen festgezwickt.

 

6. Bodenbau:

Der Bodenbau ist die handwerkliche Kunst, den Schaft mit dem Sohlenteil (dem Boden) zu verbnden. Die Rohmaterialien für den Bodenbau sind verschiedene Hinterkappen- und Vorderkappenmaterialien, der fertige Schaft, Absatz- und Sohlenmaterialien sowie Gelenkstücke und Versteifungen.

 

Gebrauchsanweisung:

Um einen erfolgreichen Therapieverlauf und die richtige Funktion des Produktes zu gewährleisten, ist die Einhaltung der im Folgenden beschriebenen Maßnahmen unbedingt erforderlich.

 

Anwendung:

Schließen Sie den Schuh genügend fest. Überprüfen Sie den Halt. Prüfen Sie Ihre Füße auf Rötungen und Druckstellen und kommen Sie bitte ggf. zur Nachkontrolle. Die Schuhe sollten einmal pro Jahr zur Kontrolle (bei Erstanfertigung nach spätestens 6 Wochen) bzw. je nach Verschleiß zur Reperatur zu uns gebracht werden. Abgetretene und schiefgetretene Schuhe können Probleme in Ihren Gelenken verursachen, bitte bringen Sie die Schuhe umgehend zu uns.

 

Diabetiker:

Kontrollieren Sie vor jedem Gebrauch den Innenraum des Schuhes auf lose Teile, Steinchen etc., da diese eine Schädigung des Fußes verursachen können. Achten Sie auch nach jedem Tragen auf Rötungen, Druckstellen oder Blasen und kontaktieren Sie gegebenfalls so schnell  wie möglich uns.

 

Reinigung und Pflege:

Reinigen und pflegen Sie die Schuhe nur äußerlich regelmäßig. Passende Pflegeartikel sowie Ratschläge erhalten Sie von uns. Trocknen Sie Ihre ortopädischen Schuhe NIEMALS direkt an der Heizung oder anderen Wärmequellen.

 

Weitere Schuhe die wir anbieten:

 

1. Therapieschuhe:

Sind für einen beabsichtigten therapeutischen und von vornherein zeitlich begrenzten Zweck bestimmt.

Der Kunde soll nach einer Operation schnellst möglich wieder mobilisiert werden.

 

2.Vorfußentlastungsschuh:

Durch die Totalentlastung beim Vorfußentlastungsschuh liegt der Vorfuß vollkommen frei und es wirken keinerlei Belastungen ein.

 

3.Rückfußentlastungsschuh:

Durch die Totalentlastung beim Rückfußentlastungsschuh liegt die Ferse vollkommen frei und es wirken keinerlei Belastungen ein.

 

4.Diabetiker Schuhe:

Der Diabetiker Schuh kann ohne großen Aufwand individuell an jeden Patienten zur gezielten Druckentlastung am Fuß angepasst werden. Durch seine Konstruktion und das handwerkliche Nachbearbeiten der Innensohle wird eine zusätzliche Druckentlastung plantar, medial und lateral ermöglicht. Der Aufbau, die weite Öffnungsmöglichkeit und die regulierbaren Klettverschlüsse ermöglichen eine Aufnahme von stark auftragenden Verbänden. Die Abrollsohle des Diabetiker-Schuhs gewährleistet ein physiologisch korrektes Gangbild, wodurch der Schuh auch im Freien getragen werden kann.

 

5.Verbandsschuhe:

Die Verbandschuhe bestehen aus sehr leichtem, luftigem und atmungsaktivem Material mit hygienischem Frottefutter für sensible und schmerzempfindliche Füße. Durch den Klettverschluss und der weiten Öffnung im Vorfuß haben auch geschwollene oder verbundene Füße genügend Platz. Der breite Kelttverschluss ermöglicht auch motorisch eingeschränkten Personen das Schließen und Öffnen des Schuhes. Die herausnehmbare 3mm - Weichschaumeinlage kann durch eine persönliche Einlage ersetzt werden.

 

6.Stretchschuhe:

Schuhe die aus einem weichem anschmiegsamen Stretchmaterial mit variabel verstellbarem Klettverschluss bestehen. Der Vorfuß findet druckfrei genügend Platz für alle Arten von Zehenfehlstellungen wie Hammer- und Krallenzehen, Hühneraugen oder extremen Hallux Valgus. Auch bei anschwellenden Füßen gibt dieser Schuh leicht nach. Der Schuh kann durch sein griffiges Sohlenprofil problemlos auch im Außenbereich getragen werden.

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© Orthopädieschuhtechnik Max Thomas